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Von 1803 bis zum Wiener Kongress 1815

 

19. Febr. 03 Napoleon diktiert der zerstrittenen Schweiz die Mediationsakte, was eine an Frankreich gebundene helvetische Föderation zur Folge hat.

Mit den 19 Verfassungen der eidgenössischen Kantone (der 13 alten Stände und der 6 neuen „Mediationskantonen“  
SG, GR, AG TG, TI, VD) wird die Vielfalt des Ancien Régime wiederhergestellt.

Die Verfassungen der alten Stadtkantone - also auch Zürichs - führen den Zensus (eine Vermögenseinschätzung zwecks Besteuerung und zwecks Gewichtung der Stimmen) in ihr oligarchisches Repräsentativsystem ein, was die Landgebiete benachteiligt. → Bockenkrieg !
 

30. April 03 Frankreich verkauft für 60 Mill. Francs Louisiana an Amerika, um sich die Kriegskasse zu füllen.
 
17. März 04 In Weimar wird Schillers Willhelm Tell uraufgeführt.
 
24. März 04 Mit dem Brand des Schlosses Wädenswil beginnt der Bockenkieg.
Nach französischem Vorbild erhebt sich die Bevölkerung der Landschaft gegen die städtische Obrigkeit.
 
2. Dez. 04 Napoleon wird in der Notre Dame zum Kaiser gekrönt.

Napoleon hat längst die Freiheitsideale der Revolution verraten. Darum schreiben die gefangenen Anführer des Bockenkrieges vergeblich ein Gnadengesuch an ihn.
 

7. April 1805 Beethovens 3. Symphonie, die „Eroica“, wird in Wien uraufgeführt.

Zuerst ist sie Napoleon gewidmet:
"Sinfonia eroica, composita per festiggiare il sovvenire di un grand´uomo"
Aber anlässlich der Kaiserkrönung zieht Beethoven die Widmung zurück. 


 

3. Koalitionskrieg 1805

 

ab 1805  kämpfen England, Schweden, Russland und Österreich gegen Frankreich.
 
22. Okt. 05 Schlacht bei Trafalgar
Nelson besiegt die vereinigte französisch-spanische Flotte.
 
2. Dez. 05 Dreikaiserschlacht bei Austerlitz in Mähren
Sie bringt den entscheidenden Sieg des Kaisers Napoleon über den österreichischen Kaiser Franz I. und den russischen Zaren Alexander I.
 
6. Aug. 06 Kaiser Franz II. von Habsburg–Lothringen legt die Kaiserkrone nieder.
Das bedeutet das Ende des Heilige Römischen Reiches.
 

 

4. Koalitionskrieg 1806 – 07

 

21. Nov. 06 Napoleon verfügt die „Kontinentalsperre“, eine Wirtschaftsblockade des weitgehend unter franz. Einfluss stehenden europäischen Kontinents gegen Grossbritannien.

Das Kurfürstentum Hannover, welches in Personalunion mit England steht, wird Streitobjekt zwischen Frankreich und  Preussen.
 

 

Der Russlandfeldzug

 

7. Sept.12 Schlacht bei Borodino, von Tolstoj in „Krieg und Frieden“ beschrieben
 
15.-20. Sept.12 Moskau brennt.

Der Wintereinbruch und Nachschubprobleme werden Napoleon zum Verhängnis.
 
26.-28. Nov.12 Rückzug über die Beresina  (Nebenfluss des Dnjepr)

Als die Artilleriebrücke zum drittenmal bricht und zudem die Russen den Übergang beschiessen, entsteht das fürchterlichste Gedränge.

Von 70 000 Franzosen kommen kaum 40 000 ans jenseitige Ufer, und  von diesen stirbt ein großer Teil in den nächsten Tagen.
Im Heer integriert sind 4 Schweizer Regimenter. Von diesen 8000 Schweizern überleben etwa 1300.



 

Das Ende

 

16.-18.Okt. 1813 Völkerschlacht bei Leipzig – die entscheidende Niederlage Napoleons

Unter wechselvollen Kämpfen muss sich Napoleon zurückziehen.
160 000 Russen und Österreicher verfolgen ihn durch die Schweiz.
 

31. März 14 Die Verbündeten marschieren in Paris ein.
Napoleon dankt ab und erhält Elba als Fürstentum.
 
1. März 15 Rückkehr Napoleons → Kaiserreich der 100 Tage
 
18. Juni 15 Schlacht bei Waterloo
Wellington und Blücher besiegen Napoleon.
Er wird als Kriegsgefangener nach St. Helena gebracht, wo er 1821 stirbt.

 

Der Wiener Kongress  September 1814 - Juni 1815  

Der bestimmende Kopf war der österreichische Minister Metternich.
Neben ihm übte der französische Aussenminister Talleyrand den stärksten Einfluss aus.


Am mächtigsten gestärkt geht England aus den langwierigen Kriegen hervor.
Es erhält die Kapkolonie, Ceylon, Mauritius, Helgoland und Malta und wird 1. Weltmacht.

Russland verschluckt Finnland und Polen.

Die Schweiz   
verliert definitiv die ehemals zugewandten Orte Mulhouse und Rottweil, sowie die bündnerischen
Untertanengebiete Veltlin, Bormio und Chiavenna.
erhält von Frankreich einen Teil Savoyens und von Österreich die Grafschaft Rhäzüns.

Mit VS, NE und GE wird sie ein Staatenbund von 22 Kantonen.
NE kam unter Friedrich I. zu Preussen, GE und VS waren zugewandte Orte.

Innerhalb der neuen Grenzen wird um die Kantonsgrenzen gestritten.
Bern verliert seine Gebiete im Aargau und im Waadtland und bekommt dafür den Jura, d.h. das
bisherige Bistum Basel.
Daraus entsteht der Jurakonflikt, der erst 1977 mit der Gründung des Kantons Jura beigelegt wird.

Der Schweiz wird immerwährende Neutralität gewährt.

 

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