Sust Horgen
Laut Grimm`schem Wörterbuch ist "Sust" ein schweizerdeutsches
Lehnwort aus dem Romanischen.
Im Engadin ist der "suost" ein Unterschlupf und die "suosta" ein Schutzdach.
Das Wort ist abgeleitet vom lateinischen substare=unterstehen.
Im Mittelalter war "die suste" ein öffentliches Lagerhaus für
Transportgüter.
Die Horgner Sust war Umladeplatz vom
See- auf den Landweg und umgekehrt.
Heute ist sie Ortsmuseum
►
http://www.ortsmuseum-horgen.ch/

Das heutige Haus wurde 1552 erbaut.
Es wurde in der Folge mehrmals verändert.
Um 1780 erfolgte ein Umbau mit steilem Walmdach durch Joh. Werdmüller.
(Quelle: Band 1 des "Kunstführers durch die Schweiz", 1971)
Die Sust gehört zu den
ältesten gemauerten Häusern Horgens.
Von 1838 bis 1844 war die neugeschaffene Sekundarschule darin untergebracht.
(Paul Kläui S.644 ff.)
An der bahnseitigen Fassade findet man die folgende Tafel:

Ein Stich aus der 2. Hälfte des 18.Jh. zeigt uns die Sust in ihrer ursprünglichen Funktion :

Die Sust im Jahr 1845:

Die Sust vor dem Eisenbahnbau:

Quelle:
http://www.stefankoch.ch/althorgen.htm
Eisenbahn-Unglück 1904

Die Sust 1915:

Im Horgner Jahrheft 2007 "Ortsmuseum Sust" findet man weitere Bilder und
Informationen.