Die Alemannen siedelten sippenweise auf
verstreuten Gehöften.
Noch auf der Horgner - Karte aus dem Jahr 1825 von Heinrich Keller
ist diese Einzelhofstruktur deutlich sichtbar:

Die Besiedelung Horgens
hat sich vermutlich über einen sehr langen Zeitraum hingezogen.
Es musste Urwald gerodet werden.
Der ganze Zimmerberg war damals mit
Wald bedeckt.
Noch heute erinnern viele Namen ans Roden und
ans Schwenden.
Beim Schwenden wurden die Bäume entrindet, sodass sie abstarben, "schwanden".
ANS RODEN ERINNERN:
Rüteler (beim Friedhof)
Rüteli (in der Risi)
Hinterrüti (Horgenberg)
Vorderrüti (Horgenberg)
Harrüti (Horgenberg)
Har/Hor = Sumpf
Fischenrüti (unterhalb der Autobahn)
Rütistrasse (im Spätzquartier)
Kummrütistrasse (mündet in Rütistrasse)
ANS SCHWENDEN ERINNERT:
Moorschwand (Horgenberg)
Andernorts finden wir:
Rüti, Grüt, Rütli, Grütli usw. fürs Roden
Schwendi, Gschwend, Schwand, Schwanden usw. fürs Schwenden
Brand, im Brand usw. fürs Brandroden
Senggi, Sang usw. fürs Sengen

Das
Horgner Waldgebiet bekam ab 853
politische Bedeutung,
als Ludwig der Deutsche es dem Kloster Fraumünster schenkte
zusammen mit dem Urnerland,
damit dieses Grenzgebiet zum damaligen Mittelreich besiedelt und verteidigt werde.
(nach dem Teilungsvertrag von Verdun 843)
►
Horgen und das
Fraumünsterkloster
◄ zurück