Erste Spuren der Alemannen in Horgen
Bis heute konnten nirgends Spuren von
Siedlungsresten ausgegraben werden.
Aber es sind uns Friedhöfe erhalten geblieben.
1907 wurden beim Bau der evang. Kapelle an der
Stockerstrasse 10 Gräber gefunden.
Möglicherweise sind sie Teil eines Reihengräberfeldes.
Die Toten waren - wie damals üblich - geostet, d.h. mit dem Kopf gegen Westen
bestattet.
Während der Grabungen wurde ein genauer Fundplan erstellt.
Die Skelette aber sind nachher verschwunden.
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In einem Grab fand man Spuren eines
Holzsarges.
Die Grabbeigaben kamen ins Landesmuseum.
Sie stammen aus der 2.Hälfte des 7.Jh.
1-3 sind Gürtelgarnituren aus Grab 4
4-6 sind Gürtelgarnituren aus Grab 3
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Diese Gürtelgarnituren sind alle aus Eisen
und mit Messing- und Silberdraht in Einlagetechnik verziert.
Dazu wurden dünne Blechstreifen und Blechbänder verwendet.
Die Ziermotive entsprechen dem Schlingstil der Völkerwanderungszeit.
Schon vor diesem grossen Fund waren in Horgen Gräber entdeckt worden:
1863 fand man an der Seestrasse drei
Skelette in einem Grab.
Es fehlten aber Grabbeigaben, darum konnte man das Grab nicht datieren.
1877 wurde in Käpfnach im Bätbur ein
Grab entdeckt.
Es bestand aus Tuffsteinen und hatte eine Deckplatte aus Sandstein.
Es soll ein Skelett oder Skelette enthalten haben und einen eisernen Nagel.
Unter den Tuffsteinen lagen römische Scherben.
Man vermutet darum, dass die Alemannen das Material zu diesem Grab von einem
röm. Gutshof nahmen.
1894 wurden an der Neudorfstrasse 18
und beim Alten Sekundarschulhaus Gräber entdeckt.
Es waren ebenfalls Kistengräber aus Steinen.
Ein Bronzering, der beim Sekundarschulhaus gefunden wurde, soll zerbrochen
und verloren sein.
Die 2 bronzenen Ohrringe aus dem Grab an der Neudorfstrasse befinden sich im
Landesmuseum.
Sie sind hier in 5/7 der natürlichen Grösse abgebildet.
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Solche Schmuckstücke finden sich in
alemannischen Frauengräbern, oft mit einer Perle verziert.
Bemerkenswert ist, dass sich in Horgen alle
gefundenen Alemannengräber
im Zentrum des modernen Siedlungsgebietes befinden.
Andernorts findet man sie ausserhalb der
heutigen Dörfer.